PS5 Pro im Test: Unser Fazit 2026

PS5 Pro – Lohnt sich Sonys Premium-Konsole wirklich?

Von Redaktion gaming-radar.de

Mit der PS5 Pro hat Sony im November 2024 eine aufgerüstete Version seiner Current-Gen-Konsole auf den Markt gebracht – und gleichzeitig eine heftige Debatte ausgelöst. Knapp 800 Euro für eine Konsole ohne Laufwerk und ohne vertikalen Standfuß? Das klingt zunächst nach einem fragwürdigen Angebot. Doch unter der Haube steckt deutlich mehr Leistung, als der erste Blick vermuten lässt. In diesem Artikel erfährst du, was die PS5 Pro wirklich kann, für wen sie sich lohnt und wo Sony über das Ziel hinausgeschossen ist.

Die Hardware der PS5 Pro: Was steckt wirklich drin?

Das Herzstück der PS5 Pro ist eine deutlich aufgerüstete GPU, die Sony mit rund 67 Prozent mehr Recheneinheiten und 28 Prozent schnellerem Arbeitsspeicher im Vergleich zur Standard-PS5 beziffert. In der Praxis bedeutet das: Spiele, die auf der regulären PS5 zwischen Performance-Modus (60 fps mit reduzierter Auflösung) und Qualitätsmodus (4K mit 30 fps) wählen ließen, können auf der Pro oft beides gleichzeitig bieten – native oder nahezu native 4K-Auflösung bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde.

Besonders spannend ist Sonys eigene Upscaling-Technologie PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR). Ähnlich wie NVIDIAs DLSS nutzt PSSR maschinelles Lernen, um Bilder aus niedrigerer Auflösung hochzurechnen. In optimierten Titeln sorgt das für ein sichtbar schärferes Bild ohne den typischen Performance-Einbruch. Aus unserer Sicht ist PSSR zwar noch nicht auf dem Niveau von DLSS 3.5, aber für eine Konsolenlösung beeindruckend ausgereift – besonders in Titeln wie Ratchet & Clank: Rift Apart oder The Last of Us Part II Remastered zeigt sich das Potenzial deutlich.

Hinzu kommt eine 2 TB große SSD, die doppelt so viel Speicherplatz bietet wie die Standard-PS5. Angesichts moderner Spielgrößen von 80 bis 150 GB ist das eine willkommene Verbesserung, die dir das ständige Jonglieren mit Installationen erspart.

PS5 Pro Enhanced: Welche Spiele profitieren am meisten?

Sony hat das Label „PS5 Pro Enhanced“ eingeführt, um optimierte Titel zu kennzeichnen. Zum aktuellen Stand tragen bereits über 100 Spiele dieses Label – darunter Blockbuster wie Final Fantasy VII Rebirth, Gran Turismo 7, Horizon Forbidden West, Marvel’s Spider-Man 2 und Demon’s Souls.

Die Verbesserungen fallen je nach Titel unterschiedlich aus. Während manche Spiele primär von stabileren Frameraten profitieren, bieten andere höhere Auflösungen, verbesserte Raytracing-Effekte oder komplett neue Grafikmodi. Final Fantasy VII Rebirth ist hier ein Paradebeispiel: Das Spiel lief auf der Standard-PS5 im Performance-Modus mit teils matschiger Auflösung – auf der Pro wirkt das Bild erheblich klarer und schärfer, ohne Einbußen bei der Bildrate.

Unser Eindruck nach mehreren Spielstunden mit verschiedenen Enhanced-Titeln: Der Unterschied ist auf einem hochwertigen 4K-Display durchaus sichtbar, aber kein generationenübergreifender Sprung. Wer auf einem 1080p-Fernseher spielt, wird die Verbesserungen kaum wahrnehmen. Ein 4K-Display mit HDR und idealerweise 120-Hz-Unterstützung ist quasi Voraussetzung, um das Potenzial der PS5 Pro auszuschöpfen.

Der Preis: Ist die PS5 Pro zu teuer?

Kommen wir zum Elefanten im Raum. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 799,99 Euro ist die PS5 Pro die teuerste PlayStation-Konsole aller Zeiten. Dabei ist im Lieferumfang kein Disc-Laufwerk enthalten – wer physische Spiele nutzen möchte, muss das optionale Laufwerk für rund 120 Euro separat erwerben. Auch ein vertikaler Standfuß ist nicht inklusive und kostet zusätzlich rund 30 Euro.

Rechnet man alles zusammen, landet man schnell bei über 950 Euro für das Komplettpaket. Das ist ein stolzer Preis, der die PS5 Pro in die Nähe eines soliden Gaming-PCs rückt. Allerdings muss man fairerweise sagen: Ein vergleichbar leistungsfähiger PC kostet selbst bei cleverem Zusammenstellen deutlich mehr als 1.000 Euro, wenn man aktuelle GPU-Preise berücksichtigt.

Dennoch: Aus unserer Sicht hat Sony beim Pricing einen strategischen Fehler gemacht. Das fehlende Laufwerk und der fehlende Standfuß bei diesem Preis fühlen sich weniger wie eine bewusste Entscheidung und mehr wie Sparmaßnahmen an, die das Premium-Gefühl untergraben. Eine Konsole für 800 Euro sollte komplett sein.

Für wen lohnt sich die PS5 Pro – und für wen nicht?

Die entscheidende Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt von deiner individuellen Situation ab. Hier eine ehrliche Einordnung:

Die PS5 Pro lohnt sich für dich, wenn:

  • Du einen hochwertigen 4K-HDR-Fernseher mit 120 Hz besitzt und das Maximum herausholen willst
  • Du bisher keine PS5 besitzt und direkt zur besseren Version greifen möchtest
  • Du dich regelmäßig über die Kompromisse im Performance-Modus der Standard-PS5 ärgerst
  • VR mit PlayStation VR2 ein Thema für dich ist – die höhere GPU-Leistung kommt gerade hier spürbar zum Tragen

Die PS5 Pro lohnt sich eher nicht, wenn:

  • Du bereits eine PS5 besitzt und mit der Bildqualität zufrieden bist
  • Du auf einem 1080p-Display spielst
  • Du primär Indie-Games oder weniger grafiklastige Titel spielst
  • Das Budget knapp ist – die Standard PS5 Digital Edition bietet für unter 450 Euro nach wie vor ein hervorragendes Spielerlebnis

Praktische Tipps für PS5-Pro-Käufer

Wenn du dich für die PS5 Pro entscheidest, helfen dir diese Tipps, das Beste aus der Konsole herauszuholen:

Display-Einstellungen optimieren: Aktiviere in den Systemeinstellungen den 120-Hz-Ausgang und stelle sicher, dass HDR korrekt kalibriert ist. Viele Spieler unterschätzen, wie sehr falsche HDR-Einstellungen das Bild verschlechtern können.

Game Boost aktivieren: Auch Spiele ohne offizielles PS5-Pro-Enhanced-Label profitieren häufig vom „Game Boost“-Feature, das ältere Titel automatisch mit stabileren Framerates laufen lässt.

Speicher clever verwalten: Trotz 2 TB füllt sich der Speicher schnell. Nutze einen externen USB-Datenträger für PS4-Spiele und reserviere die interne SSD für PS5-Titel, die von der schnellen Ladegeschwindigkeit profitieren.

PSSR im Blick behalten: Die Upscaling-Technologie wird durch Firmware-Updates kontinuierlich verbessert. Halte deine Konsole stets aktuell, um von Optimierungen zu profitieren.

Fazit: Leistung ja, Preis-Leistung fraglich

Die PS5 Pro ist technisch zweifellos die beste Konsole, die Sony je gebaut hat. Die GPU-Verbesserungen sind substanziell, PSSR zeigt echtes Potenzial,

Nach oben scrollen