PS5 Pro – Lohnt es sich 2026?

PS5 Pro – Lohnt sich Sonys neue Premium-Konsole wirklich?

Von Redaktion gaming-radar.de

Mit der PS5 Pro hat Sony im November 2024 eine aufgerüstete Version seiner erfolgreichen Heimkonsole auf den Markt gebracht – und gleichzeitig eine hitzige Debatte ausgelöst. Ein Preis von 799,99 Euro ohne Laufwerk, ein vertrautes Design und das Versprechen deutlich besserer Grafik: Reicht das, um den Aufpreis gegenüber der Standard-PS5 zu rechtfertigen? In diesem Artikel erfährst du, was die PS5 Pro technisch wirklich draufhat, für wen sich der Kauf lohnt und wo Sony vielleicht etwas zu viel verlangt.

Die Hardware der PS5 Pro: Was steckt unter der Haube?

Das Herzstück der PS5 Pro ist eine deutlich aufgewertete GPU, die laut Sony rund 67 Prozent mehr Recheneinheiten bietet als die Standard-PS5. Der Grafikspeicher wurde auf schnelleren GDDR6-RAM mit höherer Bandbreite (18 Gbit/s) aufgerüstet, was sich besonders bei hochauflösenden Texturen und komplexen Szenen bemerkbar macht. Die CPU basiert weiterhin auf der Zen-2-Architektur von AMD, taktet aber mit bis zu 3,85 GHz etwas höher als beim Basismodell.

Besonders spannend ist Sonys eigene Upscaling-Technologie namens PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR). Ähnlich wie NVIDIAs DLSS oder AMDs FSR nutzt PSSR maschinelles Lernen, um Bilder aus niedrigerer Renderauflösung auf 4K hochzurechnen – idealerweise ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Hinzu kommen fortschrittliches Raytracing, das Reflexionen, Beleuchtung und Schatten in unterstützten Spielen erheblich verbessert, sowie eine 2 TB große SSD, die doppelt so viel Speicherplatz bietet wie die Standardversion.

Aus unserer Sicht ist das Gesamtpaket technisch beeindruckend, allerdings fällt auf, dass Sony bei der CPU nur marginal nachgebessert hat. In Spielen, die stark prozessorabhängig sind, wirst du daher kaum Unterschiede zur normalen PS5 bemerken.

Spielerlebnis in der Praxis: So fühlt sich die PS5 Pro an

Auf dem Papier klingen die Spezifikationen vielversprechend – aber wie schlägt sich die PS5 Pro im Alltag? Die größte Verbesserung spürst du beim sogenannten Performance-Pro-Modus. Während du dich bei der Standard-PS5 häufig zwischen dem Qualitätsmodus (4K, 30 fps) und dem Performance-Modus (reduzierte Auflösung, 60 fps) entscheiden musst, kombiniert die PS5 Pro beides: Viele Spiele laufen nun in nahezu nativer 4K-Auflösung bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde.

Titel wie Ratchet & Clank: Rift Apart, The Last of Us Part II Remastered und Gran Turismo 7 profitieren spürbar von der zusätzlichen Leistung. Raytracing-Effekte, die auf der Basis-PS5 im Performance-Modus deaktiviert waren, bleiben auf der Pro-Version aktiv – ohne Einbußen bei der Bildrate. Auch Alan Wake 2, eines der technisch anspruchsvollsten Spiele der aktuellen Generation, läuft merklich flüssiger.

Unser Eindruck nach mehreren Spielstunden: Wer einen hochwertigen 4K-Fernseher oder Monitor besitzt, wird den Unterschied sofort bemerken. Auf einem 1080p-Display hingegen verpufft ein Großteil der visuellen Verbesserungen. Die PS5 Pro ist klar auf Spieler zugeschnitten, die das Maximum aus ihrem Setup herausholen wollen.

Der Preis: Sonys mutige Ansage

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 799,99 Euro ist die PS5 Pro die teuerste PlayStation aller Zeiten – und das ohne Blu-ray-Laufwerk. Wer physische Spiele nutzen oder UHD-Blu-rays abspielen möchte, muss das separat erhältliche Laufwerk für rund 120 Euro zusätzlich erwerben. Mit Laufwerk und einem vertikalen Standfuß (ebenfalls optional) landest du schnell bei über 950 Euro.

Zum Vergleich: Die PS5 Slim mit Laufwerk ist aktuell für rund 450 bis 500 Euro erhältlich. Du zahlst also fast den doppelten Preis für ein Upgrade, das zwar sichtbar, aber nicht generationenübergreifend ist. Es handelt sich nach wie vor um dieselbe Spielebibliothek – es gibt keine PS5-Pro-Exklusivtitel.

Hier solltest du ehrlich zu dir selbst sein: Wenn du bereits eine PS5 besitzt und zufrieden bist, ist der Aufpreis schwer zu rechtfertigen. Wer allerdings noch keine PS5 hat und ohnehin in die aktuelle PlayStation-Generation einsteigen möchte, bekommt mit der Pro das leistungsstärkere Gesamtpaket – vorausgesetzt, das Budget stimmt.

Für wen lohnt sich die PS5 Pro – und für wen nicht?

Die PS5 Pro richtet sich an eine klar definierte Zielgruppe. Hier eine ehrliche Einordnung:

Die PS5 Pro lohnt sich für dich, wenn:

  • Du einen 4K-Fernseher mit HDMI 2.1 besitzt und die bestmögliche Bildqualität willst.
  • Du noch keine PS5 hast und bereit bist, etwas mehr für die Premium-Variante auszugeben.
  • Du grafisch anspruchsvolle Singleplayer-Spiele bevorzugst, bei denen jedes Detail zählt.
  • Dich der ständige Kompromiss zwischen Qualitäts- und Performance-Modus stört.

Die PS5 Pro lohnt sich eher nicht, wenn:

  • Du bereits eine PS5 besitzt und hauptsächlich Multiplayer-Titel oder Indie-Games spielst.
  • Dein Fernseher nur 1080p oder 1440p auflöst.
  • Dir der Preis von knapp 800 Euro ohne Laufwerk zu hoch erscheint – denn dieses Gefühl wird nach dem Kauf nicht verschwinden.
  • Du auf exklusive Pro-Inhalte hoffst – die gibt es schlicht nicht.

Praktische Tipps für PS5-Pro-Käufer

Falls du dich für den Kauf entscheidest, helfen dir diese Empfehlungen, das Beste aus deiner neuen Konsole herauszuholen:

  • Firmware aktuell halten: Sony liefert regelmäßig Updates, die PSSR und die Systemleistung optimieren. Stelle sicher, dass automatische Updates aktiviert sind.
  • Enhanced-Label beachten: Im PlayStation Store erkennst du Spiele mit PS5-Pro-Optimierung am Label „PS5 Pro Enhanced“. Aktuell sind bereits über 80 Titel optimiert, darunter die größten AAA-Blockbuster.
  • SSD-Speicher klug verwalten: Trotz 2 TB ist der verfügbare Speicher nach Systempartition auf rund 1,3 TB begrenzt. Eine kompatible M.2-NVMe-SSD zur Erweiterung ist eine sinnvolle Investition.
  • TV-Einstellungen prüfen: Aktiviere auf deinem Fernseher den Gaming-Modus, HDR und stelle sicher, dass der HDMI-Anschluss auf volle Bandbreite (HDMI 2.1) konfiguriert ist.
  • Laufwerk-Kauf abwägen: Wenn du deine physische PS4- und PS5-Sammlung weiterspielen willst, führt am externen Laufwerk kein Weg vorbei. Rein digitale Spieler sparen sich diesen Aufpreis.

Fazit: Kraftpaket mit Einschränkungen

Die PS5 Pro ist ohne F

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